Wie viel Anzahlung braucht man für eine Immobilie in Spanien?
Eine der ersten Fragen, die jeder potenzielle Immobilienkäufer in Spanien stellt: Was muss ich mitbringen? Hier ist ein konkreter Überblick über Anzahlung, Steuern und Gebühren — mit Beispielen.
Hypothek in Spanien als Non-Resident
Spanische Banken leihen Non-Residenten typischerweise 60-70% des Bewertungspreises der Immobilie (gegenüber 80-85% für Residenten). Das bedeutet, dass Sie als Non-Resident-Käufer mindestens 30-40% des Kaufpreises als Eigenkapital bereit haben müssen — plus kaufbezogene Steuern und Gebühren obendrauf.
Steuern und Gebühren beim Kauf: 10-13% extra
Zusätzlich zum Kaufpreis sollten Sie einplanen:
- Übertragungssteuer (ITP): 6-10% des Kaufpreises bei gebrauchter Immobilie (variiert pro Region — Andalusien 7%, Valencia 10%)
- Stempelsteuer (AJD): 1-2% bei Neubau (zusammen mit Mehrwertsteuer/IVA von 10%)
- Notargebühr: typischerweise 600-1.500 EUR
- Grundbuchgebühr: typischerweise 300-900 EUR
- Anwaltskosten: typischerweise 1% des Kaufpreises
- Eventuelle Käufergebühr des Immobilienmaklers: selten bei spanischen Geschäften, kommt aber vor
Konkretes Beispiel: 250.000-EUR-Immobilie
Für eine gebrauchte Wohnung für 250.000 EUR in Andalusien als Non-Resident mit spanischem Kredit:
- Immobilienpreis: 250.000 EUR
- Spanischer Kredit (max. 70%): 175.000 EUR
- Eigenkapital für die Immobilie selbst: 75.000 EUR
- ITP 7%: 17.500 EUR
- Notar, Grundbuch, Anwalt: ca. 3.500 EUR
- Insgesamt benötigtes Eigenkapital: ca. 96.000 EUR
Alternative zum spanischen Kredit: Viele finanzieren über eine Beleihung ihrer heimischen Immobilie, um die spanische zu finanzieren. Das bietet typischerweise bessere Kreditkonditionen als ein spanischer Non-Resident-Kredit, und Sie vermeiden den spanischen Kreditantragsprozess.
Kauf mit Eigenkapital aus der Heimat
Die Beleihung der heimischen Immobilie zur Finanzierung der spanischen Immobilie ist sehr verbreitet und wird von den meisten Beratern gegenüber einem spanischen Non-Resident-Kredit bevorzugt. Sie leihen günstiger, vermeiden den bürokratischen spanischen Kreditprozess und behalten Flexibilität. Bedenken Sie, dass eventuelle Zinskosten auf einen heimischen Kredit für eine spanische Immobilie in der Heimat nicht absetzbar sind.
Bargeldbestand oder Finanzierung?
Viele, die eine heimische Immobilie verkauft haben, kaufen direkt mit Bargeld in Spanien. Das vereinfacht den Prozess deutlich — keine Bankgenehmigung, keine Dokumentationsanforderungen für Kreditgeber, und die Möglichkeit, in einer Wettbewerbssituation um eine attraktive Immobilie schnell zu handeln.
Häufig gestellte Fragen zu Anzahlung und Finanzierung
Kann ich einen spanischen Kredit als Ausländer bekommen?
Ja, die meisten großen spanischen Banken (Santander, BBVA, CaixaBank) leihen an Non-Residenten, aber mit niedrigerem Beleihungsgrad (max. 60-70%) und typischerweise mit Anforderungen an Dokumentation von Einkommen, bestehenden Schulden und Vermögenswerten. Der Prozess kann 4-8 Wochen dauern.
Können Steuern und Gebühren heruntergehandelt werden?
Die Übertragungssteuer (ITP) ist von der Region festgelegt und kann nicht verhandelt werden. Anwalts- und Maklerhonorare sind verhandelbar, aber das ist auch der Bereich, wo Sie am wenigsten sparen sollten — gute Beratung bei einem Immobilienkauf zahlt sich aus.
Wann muss das Geld bereitstehen?
Typischerweise werden 10% als Anzahlung bei Unterschrift des Arras-Vertrags gezahlt (innerhalb der ersten Wochen nach Vereinbarung). Der Rest wird beim Notartermin gezahlt, typischerweise 1-3 Monate später. Sorgen Sie dafür, das Geld rechtzeitig auf dem spanischen Konto bereit zu haben.
Haben Sie Fragen?
Kontaktieren Sie uns, und wir helfen Ihnen bei Ihren Immobilienplänen in Spanien.